* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Letztes Feedback






Ferien!

Ferien sind's! Inzwischen sind meine Mitbewohnerinnen trotz Vulkanproblemen beide in Italien angelangt und bei mir macht sich Ferienstimmung breit. Neulich war ich mit Nico, Stefano und Lina Fußball spielen. Im Süden der Stadt gibt es etliche Fußballplätze, die man gratisfup nutzen kann. Ich war ganz froh Lina mitgenommen zu haben, denn es gibt tatsächlich noch Länder, in denen Frauenfußball nicht alltäglich zu sein scheint, z.B. in Frankreich! Und so waren es Lina, ich und zwanzig Männer:D Aber ich habe mir sagen lassen, dass fußballspielende Mädels auch in Italien und Griechenland nicht akzeptabel sind - an dieser Stelle ein Hoch auf Deutschland! Lina und ich haben uns außerdem Tennisschläger gekauft und die Tennisplätze im Jardin du Luxembourg ausprobiert. Das Mieten der Plätze ist hier in Paris gar nicht so teuer, für uns gerade mal fünf Euro die Stunde.

Mittwoch bin ich schließlich spontan mit Freunden, die noch einen Platz im Auto frei hatten, nach Amsterdam gefahren. Eine kleine Abwechslung tat mir auch ganz gut. Doro (polnische Freundin aus der Uni) und ich waren auf der Hinfahrt ganz begeistert von all' den Kühen. Ja, es klingt verrückt, aber uns war aufgefallen, dass wir schon seit drei Monaten keine mehr gesehen hatten. Da ist so eine Kuh plötzlich irgendwie cool... Amsterdam war klasse, nur ein wenig kalt - soll heißen nur 13-15 Grad und wir benötigten tatsächlich Jacken! Bibber. In Amsterdam habe ich mir zum ersten Mal das Anne-Frank-Haus angesehen, wo sie und ihre Familie sich damals vor der Judenverfolgung versteckten. Ich habe ja noch nie eines der ehemaligen Konzentrationslager besucht und somit war dieses Haus meine bisher realste Begegnung mit dem dritten Reich und hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Die Räume sind auf Wunsch von Anne Franks Vater leer, aber die Wände in Annes Zimmer sind zum Beispiel mit lauter Postkarten und kleinen Bildchen von Filmstars geschmückt. Ihr Original-Tagebuch befindet sich auch dort im Haus. Ganz schön emotional; ich glaub ich bin nah am Wasser gebaut. Die Schulklassen haben aber ein wenig gestört. Aber hey, welcher 13-jährige Schüler ist von Museen schon beeindruckt?

Außerdem haben wir an einer Free Tour durch Amsterdam teilgenommen. Die Idee ist super: Junge Leute geben (meist auf Englisch) eine kostenlose Führung durch die Stadt und wem es gefallen hat, kann ein Trinkgeld geben. Die Führungen sind auch eher auf junge Leute zugeschnitten und unsere Stadtführerin Jennifer war wahnsinnig witzig! Und so bin ich jetzt bestens über die Prostituierten, Pissoirs und Piss-Reflektoren, komische holländische Nachnamen und legale Häuserbesetzungen informiert. Definitiv empfehlenswert! Laut Flyer gibt es diese Free Tours auch in anderen europäischen Städten, wie zum Beispiel Edinburgh. Werde ich wohl nächste Woche, wenn ich dort bin, gleich mal ausprobieren.

Ansonsten verbringe ich meine Ferientage tagsüber in den Parks und Gärten von Paris (momentan liegen die Temperaturen zwischen 20-30 Grad) und nachts mit Freunden und ein paar Flaschen Wein am Ufer der Seine oder auf den Brücken darüber. Gestern war ich mit Ville in ihrer Gegend im Kino zu "L'immortel" und habe dann auch mal die weniger schönen Seiten von Paris kennengelernt. Mir ist nämlich - dank Überlänge mit Jean Reno - die letzte Metro vor der Nase weggefahren. Bei Ville wollte ich aber nicht übernachten, da sie heute früh zur Arbeit raus musste und ich die Nacht davor auch schon bei Freunden übernachtet hatte (zu lange gefeiert und keine Lust einen Nachtbus zu suchen). Und so war ich erst morgens um drei und zwei elend lange Busfahrten später zu Hause. Aber was gäb es schöneres auf der Welt, als nachts um zwei Uhr bei Châtelet eine halbe Stunde auf den Bus zu warten, umringt von 'zig (betrunkenen) Männern, als einzige Frau?? Ja, ich weiß: Vieles. Mir ist dabei auch zum ersten Mal aufgefallen, dass nachts in Paris nie Frauen alleine unterwegs sind. Naja, bin ja gut angekommen und mitlerweile ausgeschlafen. Dann lege ich heute wohl noch einen weiteren Tag Sportpause ein

À bientôt!

26.4.10 17:06


Perfect Timing, Eyjafjalla!

Der isländische Vulkan hätte sich keinen besseren Zeitpunkt für seinen Ausbruch suchen können - heute haben hier nämlich die Ferien begonnen! Die Hälfte aller Erasmusstudenten möchte nach Hause fliegen. Lina hatte eine Freundin aus Norwegen zu Besuch, die momentan in Frankfurt festsitzt und wohl mit dem Zug bis nach Bergen fahren muss. Meinen Mitbewohnern ergeht es auch nicht besser:Thomas, der das Wochenende in Milano verbringen wollte hängt hier fest. Giulia wollte heute für ein paar Tage nach London fliegen, bevor es nach Italien weitergeht...Pustekuchen. Dummerweise streikt die französische Bahn auch gerade! Folglich sind auch fast alle Busse von Eurolines ausgebucht. Thomas ist gerade aufgebrochen, um doch noch einen Zug zu finden und für Giulia heißt es Daumen drücken - noch ist ihr Flug einer von drei unter hundert, der noch nicht gestrichen wurde.

Ich bin deshalb ganz froh, mir für die Ferien nichts vorgenommen zu haben. Nur das letzte Wochenende im April geht es in die Bretagne. Ansonsten bin ich ganz zufrieden; momentan habe ich das Gefühl recht große Fortschritte zu machen, sowohl im Französischen, als auch beim Tennis und Schwimmen. Nachdem mir der Bademeister für meine Atemtechnik Tipps gegeben hat und ich eine Weile daran gearbeitet habe, kann ich nun auch problemlos eine halbe Stunde lang kraulen - kein Vergleich zu der halben Bahn davor Jetzt muss ich nur noch schneller schwimmen, hehe. Leider ist das Universitätssportzentrum über die Ferien geschlossen. Aber ich gehe ja neuerdings mit meinem italienischen Mitbewohner laufen. Da sind wir übrigens nicht die Einzigen. Abends trifft man in den Parks äußerst viele Jogger an, bei uns im Park sind wir mit mindestens weiteren hundert Läufern unterwegs.

Kleiner Exkurs zu meinem Wohnviertel: Bei mir um die Ecke wird gerade ein Film mit Ethan Hawke gedreht und heute früh habe ich zwei etwa elfjährige Mädels auf dem Weg zur Schule gesehen - mit Handtasche, statt Schulranzen! Unglaublich...

16.4.10 14:18


Von Ostereiern und Schlüsselproblemen

Na dann versuche ich mal, einen Eintrag zustande zu bringen - auch wenn mein französischer Mitbewohner gerade unter der Dusche steht und lautstark (falsch) singt...

Ich glaube, ich habe erst zum zweiten Mal in meinem Leben das Osterfest nicht bei meinen Großeltern verbracht. Dafür war es aber gar nicht so schlecht. Ostersonntag haben wir Freunde zu uns in die WG eingeladen, bekocht und gemeinsam Karten gespielt. Danach haben wir eine französische Variante von Mörder von Palermo zu spielen versucht. Irgendwie waren die Regeln aber nicht ganz so logisch, wie Ville und ich sie aus unserer Heimat kennen. Am Ostermontag bin ich mit meiner WG (außer Nico, der zu Hause in Italien war) und Ville zum Picknicken nach Provins gefahren, einem unscheinbaren mittelalterlichen Städtchen etwa eine Stunde entfernt von Paris. Leider war der Park nicht zum Eier-Verstecken geeignet. Dabei hatten wir uns so große Mühe beim Dekorieren der Eier gegeben. Die Ostereiersuche war meinen Mitbewohnern nicht sehr bekannt und schon gar nicht von normalen Eiern. Französische und italienische Kinder suchen scheinbar nur Schokoladeneier. Umso schwerer war es also, Farbe zum Eierfärben zu finden. Als ich in einem großen kauflandähnlichen Supermarkt danach fragte, wurde ich nur schräg angeschaut ("Ehhh, c'est quoi? Vous cherchez des stylos?" ). Schließlich beklebten wir unsere Ostereier mit Osterservietten. Da aus dem Eierverstecken auch nichts wurde, fingen wir beim "Pique-nique" irgendwann an, Boule damit zu spielen

Diesen Samstag habe ich mich mit einer Freundin zu einem öffentlichen Vortrag zum Thema "l'humour juif" in der Nationalbibliothek getroffen. Ich habe sogar recht viel verstanden und der vortragende Psychoanalytiker hat viele Witze erzählt. Anschließend bin ich mit Freundinnen shoppen gegangen und als ich mich auf den Weg nach Hause machte, kam es zum Streit bei uns in der WG. Das Problem ist, dass wir nur vier Schlüssel für fünf Personen besitzen. Da ich Samstag früh aus dem Haus ging, als die anderen noch schliefen, aber keinen Schlüssel finden konnte (weil alle die Schlüssel irgendwo in ihren Taschen gelagert haben), war ich also schlüssellos. Als ich mich jedoch auf den Heimweg machte, waren alle unterwegs und niemand wollte extra für mich nach Hause kommen. Da stand ich nun vor der Tür und stritt mich am Telefon mit meinem französischen Mitbewohner (auf französich! und ein wenig englisch) darüber, dass ich nicht einsehe, durch die halbe Stadt zu fahren, da ich ja nicht Schuld daran sei, keinen Schlüssel gefunden zu haben. Er zeigte sich nicht im geringsten einsichtig (offensichtlich typisch für Franzosen, wenn ich so an Gespräche mit Freunden über deren französische Mitbewohner und Freunde denke). Letztendlich machte sich Nico mit dem Rad auf den Weg, um mir den Schlüssel zu bringen - das dauerte nicht einmal 10 Minuten, weshalb ich den ganzen Aufwand nicht verstehe. Naja, am Sonntag folgte ein weiterer Streit meiner Mitbewohner darüber, wie man ordentlich Hausputz macht (ich versuchte mit derweil das Lachen zu verkneifen) und anschließend eine kleine WG-Versammlung, in der wir uns ein wenig die Meinung sagten. Seitdem ist alles wieder in Ordnung:D

 Ansonsten geht es mir ganz gut, wenn ich so mit den Geschichten meiner Freunde vergleiche. Meinem halleschen Kommilitonen wurde neulich von einem Wildfremden in der Metro grundlos die Lippe blutig geschlagen und die Griechinnen wurden am Samstag früh halb fünf Uhr morgens von Feuerwehrleuten geweckt, da ihr Balkon brannte. Meine neueste Entdeckung ist dagegen ein Schönheitschirurg um die Ecke. Als wär die Gegend hier nicht dekadent genug...

 Noch ein paar Fotos:

Ostersonntags-Essen

 

Traditionnelles Schokoladen-Osterei-"Kopfzerbrechen"

 

Bastelstunde

 

Unser ausgewogenes Picknick  

14.4.10 00:41


Und abwärts...

...geht es mit meiner Laune. Das Wetter ist äußerst bescheiden, ich habe Uni "ausfallen" lassen und bin zu faul, irgendetwas zu tun. Gestern musste ich bereits vor acht Uhr zu Uni los und war erst abends halb sieben zurück. Trotz diverser Kaffee (5?) bin ich tagsüber nicht wirklich aufgewacht. Als heute früh mein Wecker wieder um sieben Uhr klingelte, habe ich ihn gekonnt ignoriert und bis 13 Uhr weitergeschlafen.

Wenigstens ist endlich mein BAföG vollständig angekommen. Dafür war es auch höchste Zeit.  Mein Kontostand lag bei etwa 5 Euro, in meinem Portemonnaie (Bitte kein Kommentar zur Schreibweise dieses Wortes, ich weiß sehr wohl, dass es nicht der neuen Rechtschreibung entspricht, aber die neue Weise ist wahnsinnig hässlich!) war auch nicht viel mehr und es wurde Zeit für die Miete. Ein paar weniger erfolgreiche Telefonate mit dem BAföG-Amt, einer erfolgreicheren E-Mail und beinahe einem Panikanfall später wurde mir schließlich bestätigt, dass ich mein Geld erhalte. Ich hoffe sehr, dass damit die Geldsorgen erledigt sind.

Jetzt bin ich dabei, die Fahrt mit dem Nachtbus nach Deutschland zu buchen, da ich ja das letzte Maiwochenende Chorprobe mit dem Unichor habe Ich tendiere stark dazu, das teurere Ticket zu kaufen, mit dem ich geradeso pünktlich ankomme, anstatt einfach einen Tag eher zu fahren und länger in Deutschland zu verweilen. Aber so sehr ihr mir auch fehlt, will ich hier nicht weg. Von Tag zu Tag fällt mir der Gedanke wieder von hier weggehen zu müssen schwerer. Sprachlich bin ich bei schlechter Laune auch völlig überfordert. Momentan muss ich mich stark konzentrieren, um eine Sprache beizubehalten und nicht zu vermischen.

Bis zum nächsten Mal - mit hoffentlich besserer Laune!

PS: Im Radio läuft gerade Final Countdown und da muss ich doch stark an Paulines Gesangskünste denken

2.4.10 15:22


Wann weiß man, dass man komplizierte Familienverhältnisse hat?

...wenn man einen Brief an seine Mutter schickt und den falschen Nachnamen draufschreibt! (Naja, den Namen hat sie ja auch erst seit 3 Jahren nicht mehr.)

Dieses Wochenende habe ich es etwas ruhiger angehen lassen. Ich war noch immer etwas erkältet und müde von der langen Woche. Am Freitag bin ich noch mit Oli ins Kino zu "Alice au pays des merveilles" gegangen. Eigentlich wollten wir uns "la rafle" anschauen, aber ich war (ganz leicht) spät dran und der Film hatte schon angefangen. "La Rafle" holen wir aber heute abend nach (Kleiner Tipp: Im UGC Gobelins kosten alle Filme für Studenten unter 26 Jahren jeden Tag in der Woche nur 3,90 Euro).

Am Samstag haben meine Mitbewohner und ich den Arc de Triomphe erklommen - ich habe 267 Stufen gezählt - und am Abend bin ich mit den Mädels zu einem "Atelier" von Heineken auf der Champs Élysée gegangen. Ich habe bis heute noch nicht genau verstanden, was das eigentlich war, aber es gab Freibier. Das war das Einzige, was ich zuvor wusste. Ich glaube, es war so eine Art PR-Sache. Wir haben mit einem Koch eine Vorspeise zubereitet (erinnerte mich stark an deutsche Kochsendungen) und ratet mal, wen er sich als Assistentin ausgesucht hat! Ja, da hatte ich mich wohl nicht gut genug hinter den anderen Anwesenden versteckt! Das schönste (nebst Freibier) war der tolle Ausblick. Das Atelier befindet sich nämlich in der 9. Etage mit einer Terrasse mit einem fantastischen Ausblick auf das nächtliche Paris! Ich glaube der Kern der Sache ist, dass es dort auf der Terrasse ein Gerstenfeld gibt und das Ganze so eine Wir-brauen-Bier-mitten-auf-der-Champs-Élysée-in-Paris-Veranstaltung! Anschließend sind wir auf dem Heimweg noch in ein großes Kosmetikgeschäft gegangen, haben uns mit teurem Parfum besprüht, Lidschatten und Lippenstift aufgetragen und uns die Nägel lackiert. Ich persönlich habe mich für Türkis-glitzernden Lidschatten entschieden

Am Sonntag haben Thomas, Ari und ich am "Chasse au trésor" teilgenommen, einer Schnitzeljagd durch Paris. Das war definitiv einer meiner Tage le plus sportif! Es hat aber auch sehr viel Spaß gemacht! Zu gewinnen gab es eine Reise nach Madrid. Leider haben wir es "nur" auf Platz 6 geschafft - Preise gab es für die Plätze eins bis fünf. Aber dafür, dass unser Team nur zu einem Drittel französisch war und wir alle nicht aus Paris kommen ist der 6. Platz von fast 100 Teams schon echt beeindruckend, oder nicht? Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal!

 

Beim Aufstieg des Arc de Triomphe

 

Oben!

 

Wieder unten!

 

Die Terrasse des "Bier-Ateliers"

 

Nächtliches Gerstenfeld

 

und Prost

 

zu Beginn des Chasse au trésor

29.3.10 19:10


l'orage = Gewitter

Gestern haben meine Mitbewohnerin und ich uns noch darüber gewundert, warum es keine Gewitter in Paris gibt. Sie hat seit ihrer Ankunft im September noch keines erlebt und ich habe auch im Internet nichts zu diesem Thema finden können. Unser französischer Mitbewohner meinte dazu nur, wir müssen eben ein wenig warten und jetzt gewittert es plötzlich heftig und Hagel gibt's gratis dazu! Hm...

 Ville und ich waren am Samstag wie angekündigt noch tanzen. Diesmal haben wir eine Erasmusparty auf einem Boot auf der Seine ausprobiert. Auf einem Boot! Auf der Seine! Mit Blick auf den Eiffelturm (der übrigens zu jeder vollen Stunde anfängt zu glitzern)!! Der Eintrittspreis lag dementsprechend bei 20Euro, aber dafür gab es drei Freigetränke, die wir in Whiskey-Cola investiert haben. Naja, die Feier war auch die Dreiviertelstunde des Wartens im strömenden Regen ohne Schirm und Kapuze (...) wert! Freunde/Kommilitonen von Ville waren auch da und eine von ihnen feierte ihren Geburtstag, weshalb sie  eine Flasche Champagner spendiert bekam (hehe, ihr wollt gar nicht wissen, wieviel eine Flasche ansonsten kostet!). Also tranken wir Champagner. Auf einem Boot. Auf der Seine. Beim Eiffelturm - ich kann es ja gar nicht oft genug sagen! Meine französischer Mitbewohner und seine Geburtstagsfeiergemeinschaft tauchten später auch noch auf, hielten aber nur bis etwa 4 Uhr durch. Überhaupt hielten die Franzosen unter den Feiernden nicht lange durch. Etliche saßen zusammengesunken in der Ecke und schliefen. Also entweder sie trinken zu viel oder sie vertragen nichts, oder beides?! Fit waren eigentlich nur noch wir und die Iren. Ville und ich hatten uns für Variante B entschieden - warten bis die Metro wieder fährt, anstatt den Nachtbus nehmen. Dementsprechend war ich so gegen halb sieben zu Hause und jetzt bin ich krank. Ach ja, vielleicht lass ich heut abend mal ausfallen und feiere erst ab morgen. Könnte auch nicht schaden zu meinem Französischkurs am Freitagmorgen um 8h30 (!) aufzutauchen.

 In der Uni läuft alles beim Alten und mein Französisch macht kleine, aber feine Fortschritte. Am Montag habe ich in einem der Französischkurse einen Vortrag über Ost- und Westdeutschland und die deutsche Identität gehalten. Wir sollen alle ein kulturelles Thema unseres Landes wählen und ich hatte genug von all' diesen Vorträgen über brasilianischen Karneval, amerikanisches Thanksgiving und italienische Lasagne. Da dachte ich mir, ich lass das Thema Bratwurst und Bier fallen! Der Vortrag schien aber ganz gut anzukommen, zumindest führte es zu einer angeregten Diskussion! 

Mein Tennislehrer hat mich in der letzten Stunde übrigens zum ersten Mal gelobt! (Er ist nicht gerade von der freundlichen, motivierenden Sorte. Man muss schon echt ein kleiner Sonnenschein sein, um trotzdem am Ball zu bleiben)

Biz!

Bei einem Spaziergang im Bois de Bologne

 

Mit Lina auf Museumstour

 

Meine durchgeknallte WG Teil 1

 

Meine durchgeknallte WG Teil 2

25.3.10 18:05


Alors on danse!

Die Zeit fliegt aber auch dahin! Ich habe mich nun ein wenig mehr dem Sportzentrum unserer Uni gewidmet, da die Kurse ja nicht soo anstrengend sind. Ich war ein paar Mal im Schwimmbad, trainiere ein wenig an den Geräten und habe außerdem mit dem Tennisspielen angefangen! Aber ich vermisse mein Fahrrad (und die Radtouren mit Mugel) schon sehr. Mehr als 10km halte ich auf den Fahrradgeräten vor lauter Langeweile trotz Musik nicht aus. Dafür ist es interessant, den französischen Mädchen zuzusehen, die mit gewagten Outfits "Sport" betreiben - soll also heißen, sie sitzen 5 Minuten auf dem Rad, danach stehen sie vielleicht noch 3 Minuten auf dem Stepper und das war's auch schon. Ich bin auch immer die Einzige, die nicht im ersten Gang fährt...

Die Mädels, die wir zu Besuch hatten, sind am Wochenende wieder nach Hause gefahren, dafür ist seit Anfang der Woche ein Freund von Nico hier. Es wird also nie langweilig! Mit den Beiden bin ich auch am Donnerstag mal wieder zur Erasmus-Party gegangen. Langsam habe ich das Gefühl die Einzige zu sein, die auf eine Unterrichtsstunde im Kombifach Geografie/Biologie verzichten kann...Aber die Jungs waren diesmal weniger dreist - Nicos Freund hat aber auch so'n bisschen Mafia-Ausstrahlung. Er hat mich auch immer ganz brav weggezogen, wenn er das Gefühl hatte, dass mir jemand zu nahe kommt. Ach Italiener...Kochen tun sie auch gern. Nico hat mir neulich sogar eine SMS geschrieben, ob er mir was kochen soll, weil ich erst recht spät von der Uni zurück kam.

Gestern sind wir dann - diesmal zusammen mit unserem französischen Mitbewohner, der Geburtstag hat - in einen Club mit Elektromusik gegangen. Wir haben uns dort mit meiner Kommilitonin aus Halle und Begleitung getroffen. Irgendwann gegen fünf Uhr haben wir uns schließlich auf den Weg gemacht, Elise um ein Steak essen zu gehen (und JA, in Paris kann man tatsächlich morgens um fünf Steak essen!) und Thomas und ich nach Hause (die anderen haben wir unterwegs verloren), wo wir uns vor dem Schlafen noch mit Schokobrötchen und Nutella vollgestopft haben. Heute war dann mal wieder ein wenig Ruhe angesagt. Meine Mitbewohner waren unterwegs und ich hab es mir mit einem Bier in der Küche gemütlich gemacht und einen Papageienkuchen gebacken (ein Geburtstag ohne ist ja voll öde!).

So und nun muss ich los, Ville ist gerade gekommen, wir wollen heute noch feiern! 

20.3.10 19:35


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung